Udo Linke zu Gast im Innoform-Podcast
27. Februar 2026
Anlässlich des 10. Expertentreffs Verpackungsdruck war unser Geschäftsführer Udo Linke zu Gast im Branchen-Podcast von Innoform. Im Gespräch mit Innoform-Geschäftsführer Karsten Schröder wurde die aktuelle Marktsituation beleuchtet und hinterfragt, warum das Thema 7c in der FMCG-Branche trotz technischer Reife nach wie vor kein Selbstläufer ist.
7C: Mehr als nur drei Farben zusätzlich
Im Fokus des Austauschs standen die praktischen Hürden und strategischen Chancen, die der 7C-Druck für Markenartikler bietet. Dabei ging es im Wesentlichen um die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis bei der Umsetzung unter marktüblichen Produktionsbedingungen im Flexodruck.
Die fest definierte 7C-Farbpalette (CMYK + Orange, Grün, Violett) soll den Einsatz der Pantone-Sonderfarben überflüssig machen. Während dadurch in der Theorie Einsparungen bei Rüstzeiten und Material möglich sind, liegt die größte Hürde in der Praxis an der fehlenden branchenübergreifenden Standardisierung im Flexodruck. Im Offsetdruck beispielsweise konnte sich das 7C-System aufgrund eines verbreiteter Standardisierungen für etliche Anwendungen wie Etiketten leichter etablieren.
Udo Linke erläuterte, dass eine stabile Umsetzung von 7C im Flexodruck langfristig nur gelingen kann, wenn die Abstimmung zwischen Design-Agentur, Reprohaus und Druckerei lückenlos verläuft. Dies sei erforderlich, da die alle Komponenten von den Daten, über die Proofs, die Auswahl der Druckmedien bis zum Set-Up der Druckmaschine für die Eigensch ausgelegt sein müssen.
Es wurde deutlich, dass der Wechsel von CMYK + Sonderfarben zu einer festen 7-Farben-Palette keine rein technische Entscheidung ist, sondern eine veränderte Herangehensweise in der gesamten Prozesskette erfordert.